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Dienstag, den 24.09.2019+++Politischer Stammtisch+++ +++ Gäste sind herzlich Willkommen+++ +++ wann und wo +++siehe Rubrik Termine+++

Miteinander für Morgen

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Unter dem Motto „MITEINANDER FÜR MORGEN“ hat die IG Metall zehn Unternehmen aus Velbert, Heiligenhaus, Mettmann und Wülfrath aufgerufen, sich an den Warnstreiks in Wülfrath zu beteiligen. Die Friedenspflicht ist vorbei und da die Arbeitgeber bis dato keinen Schritt auf die IG Metall zugegangen sind, folgten zahlreiche Beschäftigte dem Ruf der Gewerkschaft. Sie alle haben den berechtigten Forderungen nach 6 % mehr Lohn sowie einer 28-Stunden-Woche für bestimmte Beschäftigungsgruppen Ausdruck verliehen.

Und so standen die Zeichen in Wülfrath auf roten Weckern auf „6 Prozent mehr Lohn“, als der Geschäftsführer der IG Metall Velbert, Michaele Dattaro, ans Mikrofon trat und Applaus für seine Worte erntete. Unter anderem machte er in seiner Rede deutlich, dass in unserer Region gerade noch jeder 6. Betrieb ausbildet (im Bundesdurchschnitt ist es jeder 5. Betrieb). Die Unternehmen müssten endlich ihrer Verantwortung gerecht werden. Wer Facharbeiter brauche, müsse auch Ausbildungsplätze anbieten. Als unverschämt bezeichnete Michaele Dattaro das Angebot der Arbeitgeber, welches derzeit 2 Prozent mehr Lohn und eine Abschlagszahlung von maximal 200 Euro für drei Monate beinhalte.

In Zeiten, in denen die Wirtschaft brummt, sei das Verhalten der Arbeitgeber nicht tragbar. Denn auf der einen Seite sind es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zum Erfolg der Unternehmen beitragen und auf der anderen Seite sind es eben auch diese Menschen, die mit besseren Einkommen, die Wirtschaft im Lande aufrecht hielten.

Zudem haben die Menschen ein Recht auf faire und gute Arbeitsbedingungen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Arbeitszeiten auf ihr Leben zugeschnitten sind, schaden keinesfalls den Unternehmen, wie diese uns gerne weiß machen wollen. Mit der Pflege von Angehörigen und der Erziehung von Kindern, leisten diese einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag, von welchem auch Arbeitgeber profitieren. Der Gewerkschafter machte deutlich, dass Kindererziehung nicht als Problem gesehen werden darf, sondern eine Bereicherung für die Gesellschaft darstelle.

DIE LINKE. Wülfrath steht weiterhin an der Seite der Streikenden und wünscht allen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie viel Kraft, Durchhaltevermögen und am Ende vor allem ein gutes Ergebnis.

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